Dialoge zur Klimaanpassung: Energiewirtschaft

Vor dem Hintergrund bereits spürbarer Klimaänderungen wird es immer wichtiger, sich mit den Folgen des Klimawandels auseinanderzusetzen. Zunehmende Extremwetterereignisse, steigende Temperaturen und ein Anstieg des Meeresspiegels erfordern Anpassungsmaßnahmen in Wirtschaft und Gesellschaft. Doch wie kommen Entscheidungsträger/innen prägnant und schnell an relevante Informationen über Klimafolgen und damit verbundene Risiken und Chancen? Welche Handlungsstrategien gibt es und welche Best-Practice-Beispiele sind nachahmenswerte Vorbilder? Zu diesen Fragen veranstaltet das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung Dialoge mit Entscheidungsträger/innen aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Verwaltung.
Wie wenige andere Branchen ist die fossile Energiewirtschaft zentraler Mitverursacher für den anthropogenen Klimawandel. Der erforderliche Beitrag der Energiewirtschaft zum Klimaschutz durch Reduktion von Treibhausgasemissionen ist breit diskutiert. Das Thema Anpassungsbedarf der Energiewirtschaft an den Klimawandel hingegen dringt erst in der letzten Zeit in die wissenschaftliche und politische Diskussion sowie in die Unternehmenspraxis ein. Dabei sind z.B. durch steigende Temperaturen und veränderte Niderschlagsmuster hervorgerufene Wasserknappheit oder Extremwettereignisse potenzielle Risiken für die Energiewirtschaft und ihre Erzeugungs- und Verteilungsinfrastruktur, die direkte Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit haben können.
Zur Bestandsaufnahme der bisherigen Diskussion zur Anpassung der Energiewirtschaft an den Klimawandel fand am 30. Juni 2009 im Umweltbundesamt in Dessau ein Workshop mit 25 Stakeholdern aus verschiedenen Bereichen statt: Wirtschaftsvertreter der fossilen Energieerzeugung, der Windenergieerzeugung und der Netzwirtschaft, Wissenschaftler/innen, Behördenvertreter/innen und Umweltorganisationen. Der Workshop fokussierte auf die besonders relevanten Themen Elektrizitätserzeugung (fossile Elektrizitätserzeugung und Windenergie) sowie auf die Elektrizitätsverteilung (Stromnetze). Ziel des eintägigen Dialogs war es, Handlungsempfehlungen für verschiedene Akteure zu erarbeiten, die in den Diskussionsprozess zur Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) und den Aktionsplan Anpassung eingebracht werden können.
Dokumentation der Veranstaltung
Arbeitspapier Dialog Energiewirtschaft (pdf/1002-KB)
Präsentationen des Workshops
Die deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (Dr. Benno Hain, UBA) (pdf/738-KB)
Die kritische Infrastruktur Energieversorgung (Peter Lauwe, BBK) (pdf/374-KB)
Problemaufriss – Auswirkungen des Klimawandels auf die Energiewirtschaft (Dr. Bernd Hirschl, IÖW) (pdf/1814-KB)
Ansätze zur Anpassung der Elektrizitätsverteilung (Dr. Peter Ahmels, DUH) (pdf/1243-KB)
Ergebnisse des Dialogs zur Energiewirtschaft (pdf/972-KB)
Die Dialoge zur Klimaanpassung
- Bildung, November 2011
- Metropolregionen, September 2011
- Normung und Technische Regeln, Juni 2011
- Abschlussveranstaltung, national Juni 2010
- Versicherungen, Juni 2010
- Bevölkerungsschutz, April 2010
- Chemieindustrie, Januar 2010
- Verkehrsinfrastruktur, Oktober 2009
- Energiewirtschaft, Juni 2009
- Küstenschutz, Mai 2009
Veranstalter: Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung im Umweltbundesamt (KomPass).
Fachbegleitung UBA: Clemens Haße
Auftragnehmer: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Die Dialogreihe 2009-2010 wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde durchgeführt.
Projektleitung Auftragnehmer:
Dr. Esther Hoffmann
Forschungsfeld Ökologische Unternehmenspolitik
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH, gemeinnützig
Potsdamer Str. 105
D-10785 Berlin
Tel. +49–30–884594-33
Fax +49–30–8825439
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