Nationale Anpassungsinitiativen in ausgewählten europäischen Nachbarländern
Ein Blick über den nationalen Tellerrand
- Finnland
- Frankreich
- Großbritannien
- Niederlande
- Spanien
- Schweden
- Ungarn
- Nationale Aktionsprogramme für Entwicklungsländer
Finnland
Die finnische Nationale Anpassungsstrategie wurde 2005 durch das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft veröffentlicht. Die Anpassungsstrategie ist ein Teil der Nationalen Energie- und Klimastrategie, die im November 2005 vom Parlament verabschiedet wurde. Die Strategie identifiziert Klimafolgen und Anpassungsmaßnahmen mit einem Zeithorizont von 75 Jahren. Sie behandelt die wichtigsten Klimafolgen auf den für Finnland besonders relevanten Handlungsfeldern. Eine wichtige Grundlage für die Strategie war das Forschungsprogramm FINADAPT (Assessing the adaptive capacity of the Finnish environment and society under a changing climate) unter Leitung der finnischen Umweltbehörde SYKE.
- Strategiedokument [PDF 8MB, englisch]
- Webseite zur Strategie [finnisch und englisch]
- Webseite FINADAPT [englisch]
Frankreich
Die französische Nationale Anpassungsstrategie wurde von einer interministeriellen Arbeitsgruppe zusammen mit Akteuren der Zivilgesellschaft erarbeitet. Das Dokument identifiziert vier vorrangige Handlungsfelder und einen Reihe von Querschnittsthemen wie Wasser, Extremereignisse und Biodiversität. Grundlage war eine Studie des ONERC (Observatoire national sur les effets du réchauffement climatique) zu Klimafolgen. Frankreich befindet sich nun in der Phase der Umsetzung der Empfehlungen aus dieser Strategie auf nationaler Ebene und der Initiierung von Aktivitäten auf lokaler Ebene.
- Strategiedokument [PDF 2MB, französisch]
- Webseite zur Strategie [französisch]
- Studie zu Klimafolgen [französisch]
Großbritannien
Das Adaptation Policy Framework (APF) in Großbritannien wird mehr als integratives Rahmenwerk, denn als ein neues Politikfeld gesehen. Es soll Doppelarbeiten vermeiden, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten für zentrale Akteure festhalten und geht besonders auf sektorübergreifende Themen ein. Das APF ist Bestandteil des UK Climate Change Programme, welches die Themen Vermeidung und Anpassung behandelt.
- Webseite Adaptation Policy Framework [englisch]
- Strategiedokument [PDF 2MB, englisch]
- Webseite UK Climate Change Programme [englisch]
Das UK Climate Change Programme (UKCIP) wurde speziell für Fragen der Anpassung ins Leben gerufen. UKCIP bietet Programme und Informationen zu Klimawandel und Klimafolgen an, mit deren Hilfe private und öffentliche Organisationen mögliche Klimafolgen einschätzen können.
Niederlande
In den Niederlanden arbeiten Entscheidungsträger, Wissenschaftler und weitere Stakeholder gemeinsam unter dem Programm ARK an Anpassungsthemen. Ausgangspunkt ist die Raumplanung in Verbindung mit weiteren betroffen Handlungsfeldern. Ein Produkt dieser Zusammenarbeit ist die Nationale Strategie zur Anpassung in der Raumplanung, die 2007 veröffentlicht wurde. Vorangegangen war eine Studie der Niederländischen Umweltagentur MNP. Die englische Fassung wurde unter dem Titel Climate Adaptation in the Netherlands publiziert.
- Strategiedokument [PDF 0,5 MB, englisch]
- Webseite Programm ARK [niederländisch]
- Webseite Climate Adaptation in the Netherlands [englisch]
Spanien
Der spanische Nationale Plan zur Anpassung an den Klimawandel (PNACC) entstand auf Initiative des Spanischen Umweltministeriums und bildet das generelle Rahmenwerk für die spanischen Aktivitäten zu Klimafolgen, Vulnerabilität und Anpassung. Hauptziel des PNACC ist die Integration (Mainstreaming) von Anpassungsaspekten verschiedener Handlungsfelder. Das Programm soll Verwaltungen und Organisationen helfen, Klimafolgen zu bewerten. Die Koordination übernimmt das spanische Büro für Klimawandel (OECC). Vorangegangen war eine umfassende wissenschaftliche Studie zu Klimafolgen für Spanien unter dem Titel "Evaluación Preliminar de los Impactos en España por Efecto del Cambio Climático".
- Strategiedokument [PDF 0,7 MB, spanisch]
- Webseite PNACC [spanisch]
- Webseite der Studie zu Klimafolgen [spanisch]
Schweden
Die schwedische Regierung rief 2005 die Kommission zu Klima und Vulnerabilität ins Leben, um die regionalen und lokalen Folgen des globalen Klimawandels zu beurteilen. Der Abschlussbericht dieser Kommission wurde im Dezember 2007 publiziert. Im Januar 2008 startete ein neues Forschungsprogramm zu Klima, Klimafolgen und Anpassung.
- Bericht der Schwedischen Regierung [englisch]
- Forschungsprogramm Mistra-SWECIA [englisch]
Ungarn
In Ungarn beinhaltet die Nationale Strategie zum Klimawandel auch Aspekte der Anpassung. Die wichtigsten Handlungsfelder sind menschliche Gesundheit, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Umweltschutz. Der Strategie ging ein dreijähriges Forschungsprogramm der ungarischen Akademie der Wissenschaften unter dem Namen VAHAVA (Változás-Hatás-Válaszadás, Wandel-Folgen-Reaktionen) voraus.
- Strategiedokument [PDF, 3,5 MB ungarisch]
- Forschungsprogramm VAHAVA [ungarisch]
Nationale Aktionsprogramme für Entwicklungsländer
Die Vereinten Nationen stellen den am wenigsten entwickelten Ländern (Least Developed Countries - LDC) über sogenannte Nationale Aktionsprogramme zur Anpassung (National Adaptation Programmes of Action - NAPAs) einen Prozess zur Verfügung, mit dessen Hilfe die Länder prioritäre Aktivitäten zur Anpassung an Klimaänderungen identifizieren können. Die Webseite der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) dokumentiert diese Programme.
Stand: Mai 2008
Quellen: Kommission, EEA, CIRCLE, eigene Recherche
Weiterführende Links
- Projekt CIRCLE (Climate Impact Research Coordination for a Larger Europe) [englisch]
- Webseiten der Europäischen Kommission zum Grünbuch Anpassung [englisch]
