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Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung

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Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung

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Der Klimawandel ist eine der großen Herausforderungen für die Menschheit. Wichtigstes Ziel der Politik zum Schutz des Klimas ist es, den vom Menschen verursachten Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern. Der Ausstoß an Treibhausgasen – wie Kohlendioxid (CO2) und Methan – sorgt dafür, dass sich die Erde immer schneller aufheizt.

Um diesen Trend zu brechen und gefährliche Klimaänderungen zu vermeiden, steckten sich die Staaten der Europäischen Union bereits 1996 [1] ein anspruchsvolles Klimaschutzziel: die globale Erwärmung auf höchstens zwei Grad Celsius (°C) über dem Niveau des 19. Jahrhunderts zu begrenzen. Doch selbst ein vergleichsweise geringer Anstieg der mittleren globalen Lufttemperatur um bis zu 2°C kann gravierende Folgen für Menschen und Umwelt nach sich ziehen – auch in Deutschland. Daher braucht eine zeitgemäße Klimaschutzpolitik ein zweites, festes Standbein: Die Anpassung an die heute nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels als Folge des Treibhausgasausstosses von gestern. Um die menschliche Gesundheit zu schützen und wirtschaftliche Schäden gering zu halten, ist es dringend erforderlich, sich bereits heute auf zu erwartende Klimaänderungen einzustellen.

Das Wissen über den Klimawandel sowie darüber, was Entscheidungsträger in Politik und Unternehmen tun können, um künftige Risiken zu mindern und sich bietende Chancen zu nutzen, wuchs in den vergangenen Jahren beachtlich. Wie Mosaiksteine fügen sich die verschiedenen wissenschaftlichen Studien nach und nach zu einem Bild über die zu erwartenden Klimaänderungen und deren voraussichtliche Folgen zusammen. Doch braucht dieses Bild noch Tiefenschärfe. Es kommt jetzt darauf an, zukünftige, regionale Auswirkungen des Klimawandels frühzeitig zu erkennen und durch aktive Anpassung Schäden zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen.

Um dies zu unterstützen gaben Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge am 17. Oktober 2006 den Startschuss für das neue Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im UBA. KomPass will die Risikowahrnehmung der Entscheidungsträger in Unternehmen und Verwaltung schärfen. Mittelfristig erlaubt die Arbeit mit KomPass den Unternehmen und den Verwaltungen, ihre Anfälligkeit gegenüber Klimaänderungen besser einzuschätzen, systematisch Risikovorsorge gegenüber dem Klimawandel zu treffen und so treibhausbedingte Schäden zu vermindern.


[1] Bekräftigt durch den Europäischen Rat im März 2005.


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